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26. Januar 2012
Unter den vielen Formen von Liebe gibt es die eine besondere Liebe: die zwischen Großmutter und Enkel. Keine Liebe, keine Beziehung ist so bedingungslos. Omas sind für einen da. Immer. Und Enkel dann irgendwann ja auch. Ich hatte das Glück mein Oma 50 Jahre lang zu haben.
Während die Eltern vor Erfahrungen warnen. Schickt einen die Großmutter mit einer Weisheit ins Abenteuer namens Leben: „Streite dich nie ohne einen Löffel Wasser im Mund.” “Vertraue auf Allah, aber binde Dein Kamel an …” “Nimm Calcium phosphorikum. Dann hast du festere Fingernägel ohne diese Trauerrädern drunter.” „Such dir einen besseren Friseur, wenn du das nächste mal bei Elstner bist …” Na ja, und die langen Unterhosen …
Einer Oma glaubt man. Eine Oma hat immer Recht. Meine Oma hatte immer Recht.
Oma klebt nicht nur ein Pflaster auf die Wunde. Sie erzählt eine Geschichte dazu, die einen später Medizin studieren lässt oder Gesundheitsbücher schreiben.
Von Oma habe ich gelernt, dass man bedingungslos lieben kann. Sie war immer da. Hat immer zugehört. Hat immer gestreichelt. Hat niemals eine Gegenleistung verlangt.
Ich habe viele Bilder in meinem Herzen. Wie sie mir die Geschichten vom Tannenpurzel und dem Tannenpurzellilllelllinchen erzählt hat. Ich fühle noch, wie sie mir den Rücken mit Wickwappurup eingerieben hat, wenn ich krank war. Ich schmecke die Milch mit Honig zum Einschlafen. Und ich sehe noch ihre Sturmfrisur, wenn sie bei jedem Wetter raus kam aus dem Haus und die Pausentüte über den Zaun hievte. Mit Nüssen, Rosinen, Äpfeln, Käse-Vollkornbrot.
Auch viel später noch, als ich sie im Rollstuhl durch den Park schob. Und wir in einer unserer gemütlichen Zigarettenpause ein bisschen philosophiert haben – über die grauenhafte Politik, die wunderbare Flädlesuppe in drei Rosen, den tollen Mann, den ich hab, wie rührend mein Daddy mit seinen ständigen Besuchen ist, wie ihr Enkel Jakob seine Tochter fröhlich in die Luft wirft, wie gescheit ihr Urenkelin Lina ist und wie toll Xaver. Wie lieb die Schwestern im Stift sind. Wie sehr sie sich auf Claudia und Bettina freut … Egal welcher Tag, welches Wetter, welches Alter. Und um uns herum war eine Wolke voller Liebe. Enkel und Oma.
Sie hat mir mit Rollo das Laufen beigebracht. Das Barfußlaufen auf Kieselsteinen. Das kultivierte Essen mit Serviette, Messer und Gabel. Ich hab mit ihr Pläne geschmiedet, Johannisbeeren gepflückt, Apfelstrudel gebacken und die schweren quer gedachten Kreuzworträtsel in der Süddeutschen Zeitung gelöst.
Ich hatte das Glück, meine Oma ein halbes Jahrhundert zu haben.
Oma du fehlst mir so.
Wenn Ihr eine Oma habt, dann freut euch jeden Augenblick darüber.
Bis bald, bleibt xunt,
Marion Grillparzer
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25. Januar 2012
Gestern jedenfalls hab ich mal wieder gekocht - und ich tu es jetzt irgendwie noch. Da hat Frau Maischberger in ihrer Sendung über “Die dicksten Diätlügen” neben der jetzt schlanken Christine Neubauer (frischverliebt und weightwatchersbescheckt) und Herrn Dr. Funfack (metabolicbalance-Jo-Jo) und Uwe Knopp (Ernährungswissenschaftler, rundlicher Diätfeind, der noch nicht weiß, dass man seinen Genen nicht machtlos ausgeliefert ist, sie verändern kann, mit der Lebensweise, also mit Diät. Diät heißt Lebensweise. Und die kann durchaus glücklich und gesund sein … ) und die 44-Kilo-deutsche-Paris-Hilton Nina Kirstin hat auch Susanne Schmidt eingeladen.
Die ehemalige Postbotin Frau Schmidt hat von 132 Kilo auf 80 Kilo abgenommen. Das ist natürlich bewundernswert, verdient meine volle Anerkennung. Nur: Muss man nun in einer glaubwürdigen Sendung drei Millionen Zuschauern raten, dass man dazu sein Fleisch in Mineralwasser braten soll? Ich sehe jetzt lauter junge Mädels vor mir, die sich dick fühlen und ihr Fleisch in Mineralwasser braten. Und vorsichtshalber auch noch mit Zewa-wisch-und-weg abtupfen.
Die seriöse Ernährungsberatung kämpft darum, dass die Leute endlich aufhören, sich das Fett vom Mund ab zu sparen. Fett ist essentiell, lebenswichtig, vor allem das vom Fisch und das pflanzliche, mit dem man sein Hühnergeschnetzeltes in der Pfanne braten kann – ohne dick zu werden. So bleibt das ein Kampf gegen Windmühlen … Manchmal verstehe ich diese Welt nicht mehr.
Noch einmal für alle, die vielleicht ihr Fleisch jetzt lieber in Mineralwasser braten würden: Ungesättigte Fettsäuren halten jede Körperzelle geschmeidig und jung. Sie sorgen im Stoffwechsel für das Ausschütten von Hormonen, die satt machen, die schlank halten. In unserem Gehirn (das besteht zu 60 Prozent aus Fett, nicht aus Stroh) schützen Sie uns vor Alzheimer, vor Depressionen – und hoffentlich auch vor Dummheit, z.B. der, sein Fleisch in Mineralwasser zu braten.
Nach 40 Jahren “light” habe ich natürlich schon ein wenig Angst, dass dieser geistige Fettschutzfaktor in Deutschland nicht sehr hoch sein kann …
bleibt xunt,
herzlichst, bis bald
Marion Grillparzer
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24. Januar 2012
Heute war es schön draußen. Voller Schnee. Und ich bin mal wieder so richtig absichtslos losgelaufen. Wie es der Benediktinermönch Frater Michael Bauer rät. Ohne Pulsuhr, ohne Ziel. Mit jedem Schritt ein Stück Ego loslassen … In einem Interview kürzlich erzählte er mir folgende Geschichte:
“Es ist wichtig, Dinge zu tun, ohne gleich eine Gegenleistung zu erwarten. Je absichtsloser man Dinge tut, desto leistungsfähiger wird man. Das ist genauso wie im japanischen Bogenschießen, wenn man absichtslos auf eine Zielscheibe schießt, ohne große Erwartungen, dass man dann in die Mitte trifft. Dann trifft man. Da gibt es eine schöne Geschichte, ein Bogenschütze übt, und dann kommt jemand zu ihm hin und bietet ihm ein Goldstück an, wenn er in die Mitte trifft. Und dann wird er schon unruhig. Trifft aber gerade noch, weil er sehr geübt ist. Wenn er noch einmal trifft, heißt es dann, kriegt er ein Schloss geschenkt. Dann wird er noch unruhiger und schießt daneben. Je mehr man erwartet, desto weniger trifft man.”
Also: Dinge tun, ohne etwas zu erwarten – von anderen und von sich. Das ist xunt. Und weise.
Herzlichst bis bald
Eure
Marion Grillparzer
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21. Januar 2012
Vom Spiegeltitel dieser Woche hat ja wohl jeder gehört. Kaum geht die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hin und erhöht eine Vitamin-Empfehlung, die für Vitamin D, weil wir davon nachweislich zu wenig haben, was uns nachweislich krank macht … kommen natürlich die typisch deutschen Kritiker zu Wort. Und die spiegeln sich natürlich auf der Titelseite des Spiegels. Denn natürlich ist das ein Super-Thema: Vitamine verkürzen das Leben. Wer will das nicht lesen. Vitamine, die nimmt doch jeder Dritte. Und die stecken ja sogar im Apfel drin. Also: Das interessiert jeden.
Und drinnen stehen dann wieder die Uraltstudien von 1994. In denen man festgestellt hat, dass die isolierte Gabe von Beta-Carotin das Krebskrisiko von Rauchern erhöht. Oder die hochdosierte Gabe von Vitamin E das Prostatakarzinomrisiko erhöht. Obwohl es das in den fünfzig Studien vorher gesenkt hat. Es wird nicht mal erklärt, warum die isolierte, hochdosierte Gabe eines Antioxidants gefährlich wird. Das weiß man seit Jahrzehnten!
Also drin steht auch: Magnesium hilft nicht gegen Krämpfe. Weil es da keine Studie gibt. Das muss ich mal meinen Waden erzählen, wenn die nachts krampfen. Gibt’s keine Studie, liebe Wade. Kriegst morgen also kein Magnesium.
Und es steht drin, dass in unserem Essen noch alles genauso drin steckt wie früher. Und es wäre falsch, was anderes zu behaupten. Ja, wie kann man nur behaupten, dass im Junkfood das Gleiche drin steckt, wie in Omas Töpfen? Und künftig kann ich mir den Haufen Geld für das Mineralfutter meiner Pferde sparen. Muss nimmer messen, ob sie gerade mal wieder einen Zink-Mangel oder einen Selenmangel haben, weil’s mit Immunsystem, Muskeln, Haut und Haaren so gar nicht stimmt. Schließlich steht ja in der Zeitung, dass im Boden noch alles drin steckt, und wenn’s nicht drin steckt düngt’s der Bauer halt rein.
Nur, warum füttert der Bauer dann seinem Vieh eigentlich all das dazu, was im Boden eh drin steckt und doch nur das Leben verkürzt? Aminosäuren, Vitamine, Mineralien, Spurenelemente … Das würde er doch nicht tun, wenn er sich das sparen könnte … Menschen mit niedrigem Selenspiegel haben übrigens häufiger Krebs. Im Laborschälchen macht Selen Krebszellen kaputt. Aber in der Zeitung steht: Es gibt eine neue Studie, in der das nicht nachgewiesen ist, dass Selen Krebs vorbeugt.
Ein ganzer Berufsstand, der der Orthomolekular-Mediziner, wird in diesem Artikel ja als Scharlatan diskreditiert. Hochstudierte Menschen, die Menschen von schweren Krankheiten heilen. Mit Vitaminen …
Die Amis sind übrigens noch dämlicher als wir, weil da jeder zweite Vitamine nimmt – und bei uns nur jeder Dritte. Mit Folsäure im Mehl haben die da drüben es geschafft, dass es viel weniger Fehlbildungen in der Schwangerschaft gibt. Aber bei uns steht in der Zeitung: „Vorsicht bei Folsäure!“ (Titel!) Im Text steht dann: Folsäure ist wichtig für ungeborene Kinder, sie verhindert Neuralrohrerkrankungen wie etwa Spina bifida (Rachenspalte) – wenn Schwangere das Folsäure-Präparat allerdings zu lange nehmen, steigt das Asthma-Risiko für das Baby. Die werdende Mama liest: Vorsicht! Kriegt ein Gaumenspaltenkind, das hat aber wenigstens ein geringeres Risiko an Asthma zu erkranken.
Was ich richtig finde? Angstfreie ehrliche Aufklärung wäre nötig. Natürlich hat etwas, das wirkt auch Nebenwirkungen, wenn wir es falsch einsetzen. Und natürlich braucht nicht jeder dauernd Vitamine. Schon darum haben Vitaminzusätze in unserem Essen nix verloren – da rein fließt übrigens das meiste Vitamin-Geld. Und man sollte ohne Angst, gut aufgeklärt die Nahrung mit dem, was man persönlich braucht ergänzen. Mit Vitamin C in Erkältungszeiten (auch wenn in der Zeitung steht, dass es angeblich nicht hilft), eine B-Vitamin-Kur, wenn man einen Energieschub braucht. Magnesium, wenn die Waden krampfen, Vitamin D im Winter … Ein gutes Basispräparat, um dann und wann mit einer Kur die Tanks wieder zu füllen.
Also ich nehme meine Vitalstoffe weiter – die tun mir nämlich gut. Ich hab zu lange den Fehler gemacht, zu glauben, dass gutes Essen reicht …. Und ich spür, wenn ich wieder ne Kur brauche. Und ich kontrolliere. Ich lasse schon mal im Blut messen, wo was fehlt. Und ich guck auch, ob ich das Fehlende mit dem auf meine Bedürfnisse abgestimmte Granulat wieder aufgefüllt hab. Das mache ich natürlich nicht dauernd. Aber Glauben ist gut, Kontrolle ist immer besser.
Leider ist das heutzutage eine Zweiklassenmedizin. Das können sich hierzulande viel zu wenig Menschen leisten. Vor langer Zeit wurde das Mal von der Kasse bezahlt. Das Messen von Mangel im Blut und das Auffüllen mit Vitamintabletten. Als Präventionsmedizin. Und zu dieser Zeit gab es weniger Übergewichtige, weniger Herzinfarkte, weniger Diabetes, weniger Krebs. Sie sehen: Man kann ganz viel behaupten … Wer macht da jetzt mal eine Studie dazu?
Bleiben Sie xunt,
herzlichst
Ihre
Marion Grillparzer
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20. Januar 2012
Die Mädels um mich herum schnuppern und cremen. Und rufen und stöhnen. Heute sind endlich die Zitruspflegeprodukte angekommen. Grapefruit-Duschgel und -Bodylotion, Zitrus-Shampoo.
Einfach xunt für die Haut! Avocado und Jojoba entspannt, machen sie so supergeschmeidig. Arganöl, das Gold Marokkos, schenkt jeder Hautzelle Frische, Gesundheit, Jugend… Phytowirkstoffe aus Johanniskraut und Sonnenhut stimulieren die Hautfunktion. PH 5 - 6 ist so mild, dass man das täglich anwenden kann. Die Pflegeserie ist sogar gut bei Betain-Unverträglichkeit. Haben viele. Gegen den Farbstoff E162.
Und die Düfte sind einfach unglaublich. Ich kann da meine Nase nicht mehr von meinem Arm weg nehmen. Weich, fruchtig, sanft nach Grapefruit. Belebend. Herrlich. Ich muss aufpassen, dass ich mir da nicht den Arm durch die Nase sauge …
Auch das Zitrus-Shampoo ist wunderbar. Lässt das Haar gesund aussehen und glänzen. Lecithin, Kamillenextrakt und Vitamin E beruhigen und kräftigen die Kopfhaut. Die beste Basis für gesunden Haarwuchs. Karnaubawachs macht das Haar seidig und ich komm dann auch mit dem Kamm durch. Auch mild - und für die tägliche Anwendung konzipiert.
Warum schreib ich das alles? Weil ich immer wieder gefragt werde, was ich denn so nehme, ausser meiner Nivea. Und da hab ich wirklich eine tolle Firma entdeckt, die macht seit 30 Jahren Naturkosmetik, ohne Tierversuche, keine Konservierungsstoffe, keine Mineralöle, keine Synthetischen Rohstoffe, keine Silikone … Und sie verzichten sogar noch auf den Karton rund rum - und sie unterstützen die Fairtrade-Produkte. Und darum gibt es das Zitrus-Trio jetzt im GLYX-Shop. (http://www.die-glyx-diaet.de/glyx-shop). Alle drei für ein bisschen mehr als 30 Euro …
Bis bald, bleibt xunt,
herzlichst Eure
Marion Grillparzer
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16. Januar 2012
Gestern hab ich natürlich „Günther Jauch“ geguckt. Das Thema: Deutschland XXL - Brauchen wir Steuern auf Dickmacher? Immer wieder kroch da ein kleines Fünklein Ärger hoch … „Diesen Schmarrn kommentiere ich in xunt.“ Mein Mann hat gesagt: „Bitte, reiß Dich zusammen ….“
Also ich reiße mich im Folgenden zusammen:
Ilse Aigner, CSU, Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, hat gefühlte sieben Mal gesagt: „Die tollen Experten von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) …“ Nicht nur die Bundesministerin für Ernährung selbst, sondern auch diese wundervollen Experten wären gegen eine Ampelkennzeichnung von Lebensmitteln. Sagt unsere Ministerin für Verbraucherschutz. Ungeachtet dessen, dass 60 Prozent der Verbraucher gerne so eine Ampel hätten … Wer steckt denn hinter der DGE? Die Nahrungsmittel- und Agrarindustrie. Sagt nur keiner in der Runde.
Wenigstens weist Günther Jauch auf eine App hin, die man umsonst runter laden kann und über sein smartphone den Lebensmittelkode einscannen kann und nach einer Zeit kriegt man (wenn es klappt, in 50 Prozent der Jauch-Testfälle hat es leider nicht geklappt) so etwas wie eine Lebensmittelampel. Was kostet das eigentlich, so was über das Smartphone zu machen? Und wie lange steht man da künftig im Supermarkt und scannt ein und wartet und scannt ein und wartet bei 150 000 möglichen Lebensmitteln? Ich schicke heute noch Frau Aigner meinen GLYX-Kompass. Das wäre eine wundervolle Art, Lebensmittel zu kennzeichnen. Das sage und das meine ich: Auch wenn es dann meinen Kompass unnötig macht.
Thema Fettsteuer: Dänemark und Ungarn haben eine Fettsteuer, Frankreich eine Zuckersteuer. Auch Großbritannien und die Schweiz denken darüber nach, Dickmacher zu besteuern. So sehe ich das: Künftig würden wir dann für ein wunderbar marmoriertes natürliches Bio-Steak Fettsteuer bezahlen. Auf ein östrogengetränktes, stresshormontriefendes genetischmagergetrimmtes Mastbetriebsteak käme ob des fehlenden natürlichen Fettgehaltes keine Fettsteuer.
Gott sei Dank saß in dieser Runde noch ein recht kluger Kopf Namens Karl Lauterbach (SPD, gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion). Der meinte: Wenn man das eine besteuert, dann esse man halt vom anderen mehr. Mehr von den schlechten Kohlenhydraten, vom Zucker. Und er machte einen netten Witz: Das Balisto, das er vorhin vorbeigewulfft hätte, also so einfach eingesteckt hätte, hätte vielleicht 5 Prozent Schokolade und nicht „so viel Schokolade“ wie der weitere gewichtige anwesende Werner Wolf (Präsident des Bundes für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde) behauptet.
Zuckersteuer: Da hat Dagmar von Cramm (Ernährungswissenschaftlerin, Autorin) was Wunderbares gesagt (ich kenne sie persönlich, verehre sie, weil sie echt weiß, wovon sie spricht, wenn ich auch mit ihrer Verbundenheit zur DGE etwas weniger anfangen kann). Also Dagmar erzählte: Die habe es ja schon mal gegeben, die Zuckersteuer. Und da seien alle plötzlich sehr gesund geworden. Da hat sie mir aus der Seele gesprochen. Nur: Da hat man sie irgendwie überhört in der Runde.
Also Zuckersteuer. Finde ich gut. Noch besser: Junkfood-Steuer. All das besteuern, was uns wirklich krank macht. Das, was uns mit der 40/60-Formel (Fett/Zucker) süchtig macht. Die Zigaretten werden ja auch besteuerert. Der Alkohol ja auch. Aber: Nicht Fettsteuer. Heut weiß man, dass nicht das Fett uns dick macht. Wenn sich das auch noch nicht zu unseren obersten Verbraucherschützern und Gesundheitsministern herumgesprochen hat.
Und mit dieser Junkfood-Steuer kann man dann eine Stunde Sportunterricht pro Tag in der Schule unterstützen. Dann hätten wir keine dicken Kinder mehr. Wie neueste Untersuchungen zeigen, hilft professionelles Eingreifen, wie z.B. staatlich verordnete Kinderschlankprogramme, da nämlich gar nicht. Ehrlich gesagt: Auch das wundert mich nicht.
Nun, weil ich noch was arbeiten muss heute, komm ich jetzt zum Schluss: Es gab ein erfrischendes Wesen in dieser Runde. Einen richtigen Menschen. Ehrlich, hübsch, mitsamt ihren weiblichen Rundungen – und herrlich klug zugleich: Maite Kelly (Sängerin und Entertainerin), die Zeit ihres Lebens Probleme mit ihrem Gewicht hat. Die nahm kein Blatt vor den Mund – und konterte den Männern, die behaupteten, Cola light wäre die doch „tausendfach bessere Alternative“. Sie sagte so ungefähr: „Ich kenn das, gehe mit Süßstoff auf wie eine Dampfnudel.“ Und: „Schließlich werden Schweine mit Süßstoff gemästet.“
Liebe Maite: Ich finde, Sie sollten so bleiben wie Sie sind. Jedes Pfund weniger wäre unglaublich schade.
In diesem Sinne, bleibt xunt
herzlichst
Eure
Marion Grillparzer
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14. Januar 2012
Tja, es musste wohl erst einmal das Jahr des Drachens kommen, dass ich mich bei facebook eintrage. Ich bin also von meinem menschelnden Umfeld geläutert worden. Denn ich wollte das ja ehrlich gesagt gar nicht. Aber alle haben gesagt: Du solltest wollen. Okay: Facebook ist ein Netzwerk. Es ist ein soziales Netzwerk. Und da hat ein kleiner glyx- und xunt-Wegweiser durchaus seinen wichtigen Platz. Wenn man ihn nur sehen würde. Den Wegweiser.
Drum wäre ich den xunt-Lesern dankbar, wenn sie diesem Netzwerk vielleicht mal mitteilen könnten, dass ich existiere. Denn das tut man ja erst, wenn da ein paar Leute sich drüber freuen, dass man aufgetaucht ist. Und es ist ehrlich gesagt schon sehr frustrierend, wenn man sich alle zwanzig Minuten im Buch der Gesichter einlogt - und feststellt: 1er. Immer noch 1er … Und zwei Tage später hat dann endlich der zweite festgestellt, dass es dich gibt. Und drei tage später tröpfelt irgendwann, wenn du keine Fingernägel und kein Selbstbewusstsein mehr hast, dafür drei Kilo mehr, der dritte dazu …
Das ist doch mehr als frustrierend. Und damit völlig unxunt. Denn dann ist man doch nicht nur ein noname. Man ist auch noch face- sprich gesichtslos. Also: xunt ist, wenn Ihre Euren Freunden im Facebook mitteilt, dass es euch freut, dass es sie gibt. Und wenn ihr dann schon drin seit, dann könnt ihr auch bei mir kurz vorbei gucken und .
Bis bald, herzlichst
Eure
Marion Grillparzer
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13. Januar 2012
Ja, ich weiß, jetzt wollen grad wieder alle Abnehmen. All die Kapseln und Pülverchen haben Hochkonjunktur. Dabei geht das mit ein bisschen Wissen ganz nebenbei … Wie bei Karin, meiner Friseuse. Die hat mir folgendes erzählt: Ich hab über die Andventszeit jeden Abend Mandarinen gegessen. Statt der üblichen Schokolade. Fünf Kilo weniger.
Da hab ich dann schon ein bisschen aufgehorcht. Sie hat keine Kohlsuppe gegessen. Sie hat abends nicht die Kohlenhydrate weg gelassen. Sie hat ganz einfach nur Mandarinen gegessen. Und die waren auch noch “herrlich süß!” sagt sie.
Das käme doch einem kleinen Zaubertrick gleich. Oder? Man braucht nur abends die Schokolade durch Mandarinen ersetzen und schafft ein Kilo Fett weg pro Woche! Da hab ich meine Ohren schon offen für diese Tipps - und natürlich sofort recherchiert, was dahinter steckt. Das steht dann im GLYX-Letter. Den man umsonst abonnieren kann.
Na gut: Hier steht es gleich auch.
Mandarinen enthalten den Pflanzenstoff Nobiletin, der gegen Übergewicht wirkt, vor Typ 2 Diabetes und Arteriosklerose schützt. Forscher der University of Western Ontarion fanden heraus, das Nobiletin die Gene auf Fettverbrennung umstellt.
Zumindest bei Mäusen scheint das so zu sein. Und bei netten Friseusen anscheinend ja auch. Die Forscher fütterten Mäuse auf typisch westliche Weise, mit viel Fett und noch mehr Zucker. Die wurden dick und litten unter den typische Anzeichen des metabolischen Syndroms, hatten bedenkliche Blutfett- und Blutzuckerwerte und eine Fettleber. Artgenossen die zur Zucker-Fett-Diät auch Nobiletin kriegten, wurden weder dick noch krank.
Unser xunter Menschenverstand, weiß oft mehr, als wir. Darum liegen nämlich Mandarinen neben der Zucker-Fett-Diät namens Plätzchen im Weihnachtsteller. Die sollte man halt tunlichst nicht links liegen lassen.
Bleibt xunt,
herzlichst, bis bald
Marion Grillparzer
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12. Januar 2012
… hab ich mich heute auf meinem Lauf gefühlt: Richtig zufrieden. Dank eines Mönches. Ich hatte heute morgen nämlich ein wunderbares Gespräch mit Frater Michael Bauer. Der Benediktinermönch hat das Buch geschrieben: “Die Seele läuft mit.” Und zum Thema Laufmeditation hab ich ihn heute ein wenig interviewt. Und dann beim Laufen über seine Worte nachgedacht:
Ich: “Sie sagen in ihrem Buch so schön, dass das Glück und die Zufriedenheit in unserem Inneren wurzeln. Das heißt, wir haben es eigentlich immer dabei. Warum sind wir so blind dafür?”
Frater Michael: “Das Glück wird oft übersehen. Ich glaube, dass das Gute im Leben, das was uns das Glück beschert oft als selbstverständlich angesehen wird. Und das, was ich als Selbstverständlichkeit sehe, hat dann nicht mehr den besonderen Charakter, nicht mehr den Charakter eines Geschenks. Und ich glaube, dass diese Selbstverständlichkeit dazu führt, das man blind ist, dass man nicht mehr Staunen kann und nicht mehr dankbar ist, sondern es einfach als gegeben hinnimmt.”
Ich: “Und die meisten suchen ihr Glück ganz woanders. Nicht in sich selbst … ”
Frater Michael: “Ein Fehler: Nicht inne halten und schauen, wofür schlägt mein Herz eigentlich wirklich, was macht mich wirklich glücklich. Sondern mich leiten lasse von dem, was andere Leute sagen, was eigentlich Glück bedeutet. Sei es der größere Erfolg – oder was auch immer.”
Und darüber denke ich nach, wie ich so über die Wurzeln im Wald husche, über die goldenen Weihnachtsspuren schmunzle (wie kommt nur das Lametta hier rein?). Und darüber, dass in dem Wort Zufriedenheit Frieden steckt. Und nicht etwa Kampf. Und wir aber immer gegen etwas kämpfen in uns drin. Charakterspuren, die wir nicht mögen. Fettmoleküle auf der Hüfte …
Wie schwer fällt uns zu sagen: Ich mag mich? So, wie ich bin. Das wäre Frieden mit sich selbst machen, Zufrieden sein … und das kann man lernen. Schritt für Schritt. Fangt heute damit an. Und das hilft dabei: Immer mal wieder inne halten und schauen: wofür schlägt mein Herz eigentlich wirklich …
bleibt xunt
bis bald Eure
Marion Grillparzer
Ich weiß, für was sein Herz schlägt – das kleine Schlammungeheuer.
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10. Januar 2012
Warum GLYXen und Vitalstoffe gegen Heißhunger helfen. Darüber führte ich für mein Heißhungerbuch ein Kurzinterview mit Dr. Padia Rasch, Ärztin für Allgemeinmedizin und Naturheilverfahren. Sie arbeitet im Fachkurhaus Seeblick in Berlingen. Sie hat täglich mit Heißhungrigen, mit Übergewicht, Diabetes, Lebensmittelallergien zu tun.
Was löst nach Ihrer Erfahrung am häufigsten Heißhunger aus?
Natürlich falsche Ernährung mit zu vielen schnellen Kohlenhydraten. Es können aber auch Medikamente schuld sein, zum Beispiel bei Diabetes. Oder ein Mangel an Vitalstoffen. Häufig tauchen auch hormonelle Ursachen auf, Serotoninmangel oder Hefepilzinfektionen.
Was empfehlen Sie Heißhungrigen?
Man sollte untersuchen, ob Mikronährstoffe fehlen, und ruhig auch mal das Serotonin messen lassen. Fehlt Serotonin, verordne ich die Aminosäure Tryptophan plus Vitamin B6.
Welche Appetitzügler halten Sie noch für gut?
Die Mikronährstoffe Biotin, Chrom, Zink, Mangan, B-Vitamine, Vitamin C und Magnesium. Und Grüntee, Garsinia cambodgia, Guar und OPC sind pflanzliche Stoffe, die bei Heißhunger gut eingesetzt werden können.
Das – und noch ein bisschen mehr – hat mir eine Schweizer Firma in Form eines Granulates eine Dose gepackt. Und MeineGLYXamine drauf geschrieben. Und das gibt’s nun als ideale Vierwochenkur für mehr Energie bei Fidolino.
Bleibt xunt, bis bald
herzlichst Eure
Marion Grillparzer
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