Meister Chili



Simon Thalhammer, 13,  hat bei uns in der Textstube Grillparzer einen sozialen Tag verbracht, Geld verdient für das Projekt: „Schüler helfen Leben“.

Und was macht man hier? Man steht als Experte Rede und Antwort. Simon ist Experte für Scharfes. Er hat alle Fragen schriftlich beantwortet. Und freilich hat er das auch fotografisch dokumentiert. 

 

Seit wann züchtest du Chilis?
Ich habe im Januar 2013 damit angefangen. Mein Vater hat Chilisamen im Internet entdeckt und verschiedene Sorten bestellt.

Welche Sorten züchtest du?
Ich züchte „Indika red Drop“, „Jalapendrus“ und „Sibirischer Hauspfeffer“. Die haben einen Schärfegrad von 5 bis 7. Die Sorte „Bhut Jolokia“, die ich in rot und gelb züchte, ist die schärfste Chilischote der Welt.

Hast du eine Lieblingssorte?
Ja, den „Sibirischen Hauspfeffer“, weil von 20 Samen 19 aufgegangen sind und weil er es nicht so warm braucht. Er braucht weniger Licht und ist schön scharf.

Warum ausgerechnet Chilies?
Weil mein Vater, unsere Freunde und ich gerne scharf essen.

Welche Sorte, welcher Schärfegrad eignet sich für wen?
Für drinnen eignet sich der „Sibirsche Hauspfeffer“. Der wird nicht so groß und bleibt buschig. Außerdem hält er es bis zu 5 Grad aus und braucht wenig Licht. Schärfegrad 5 kann auch ich gerade so nur in sehr kleinen Stücken pur essen. Schärfegrad 10 ist pur tödlich. Für alle, die es nicht so extrem scharf mögen, empfehle ich Schärfegrad 2-3.

Wann haben Chilis Saison?
Im Februar kann man sie schon pflanzen und im August dann ernten.

Was braucht ein Chilizüchter?
Man braucht für jede Samensorte ein Schraubglas oder eine kleine Plastikdose. Die füllt man mit Wasser und hält die Samen darin 24 Stunden auf ca. 30 Grad. Ich habe die Behälter mit einem Fernthermometer in einen Topf mit Wasser in den Backofen gestellt. Circa jede Stunde habe ich den Backofen für 1 Minute auf 50 Grad gestellt. Danach steckt man die Samen in einem Anpflanztöpfchen circa einen halben Zentimeter tief in die Erde.

Welche Temperatur brauchen Chilies?
Normalerweise 15 bis 50 Grad, der „Sibirische Hauspfeffer“ kommt auch mit 5 bis 50 Grad problemlos aus.

Wie viel Licht brauchen Chilis um gut zu wachsen?
Je mehr desto besser. Drinnen brauchen fast alle Sorten eine Pflanzen-Beleuchtung. Der „Sibirische Hauspfeffer“ wächst auch ohne, aber nicht so schnell.

Kann man auch drinnen Chilies anbauen und ernten?
Ja. Da man keine Bienen im Haus hat, muss man die Chiliblüten mit Ohrenstäbchen bestäuben. Man reibt das Ohrenstäbchen ein bisschen in allen Blüten.

Was sollte man beim Umtopfen beachten?
Der Mond steht mal näher und mal weiter von der Erde weg. Man sollte umtopfen, wenn der Mond weit weg steht. Weil dann mehr Gravitation auf der Erde herrscht und die Pflanzen sich besser verwurzeln. Das erste Mal Umtopfen muss man ca. 2 Wochen nachdem sie aus der Erde schauen. Das zweite mal nach ungefähr achteinhalb Wochen und das dritte mal nach weiteren sieben Wochen. Spartipp: Man kann am Anfang Eierschachteln, Klopapierrollen und dann Tetrapacks als Töpfe hernehmen. Bei letzteren den Kopf und unten zwei Ecken abschneiden.

Tipp: Den Mondverlauf sehen Sie indem Sie den Link öffnen und auf „Entfernung Info Animation“ klicken.  http://cybervisuals.ch/moon/moon.html

Wie viele Pflanzen hast Du – und was stellst Du damit an?
Ich habe ca. 30 Pflanzen. Zwei habe ich schon verschenkt. Chillis kann man trocknen und in einer Kaffeemühle mahlen. Oder in Öl einlegen oder damit kochen. Aus Chili und Ketchup kann man auch ganz einfach scharfe Saucen machen.

 Na dann bring bitte von der Ernte was vorbei! Vielen Dank für die schöne Geschichte. 

 

Keine Zeit?

Gibt ne neue Studie vom Robert-Koch-Institut zur “Gesundheit Erwachsener in Deutschland”. Dort kam z.B. heraus, jeder Zehnte ist dauergestresst. Wohl gemerkt: Dauergestresst. Wer gestresst ist sagt:  ”24 Stunden sind einfach zu wenig, der Tag braucht mindestens 30 Stunden.” Nun ja, auch mir ist dieser Gedanke nicht fremd, besonders abends am Schreibtisch, wenn die unerledigten Stapel gefühlt kein bisschen kleiner geworden sind … Eine Freundin sagte kürzlich etwas sehr Kluges: “Fertig wird man sowieso nie, dann muss man sich auch nicht stressen.”

Und man muss sich auch nicht wünschen, dass der Tag 30 Stunden hat. Denn nach dem Aufwachen schenkt uns der liebe Gott einen neuen wundervollen langen Tag. Mit  86400 Sekunden. Lauter wunderbare Augenblicke. Dann wenn man sich Zeit nimmt für die Dinge, die einem wichtig sind.  Darum sollte man nicht sagen: Ich hab keine Zeit. Zeit ist immer da. Wir müssen Sie uns nur nehmen. Wir dürfen nämlich Zeit haben für Dinge, die wir mögen, die uns wichtig sind. Das ist xunt.

Bis bald, herzlichst
Marion Grillparzer

Xunt in den Tag: Mit Omega-3-Greeny, Yoga und Radl

 

Ich werde immer mal wieder gefragt, wie ich denn so in den Tag starte – wenn man mich nicht gerade mit meinem pink-to-go-Becher mit Kaffee auf dem Fahrrad in den Stall düsen sieht. Also richtig xunt starte ich so wie heute – und das kostet nicht mehr als eine halbe Stunde und schenkt Lebensjahre und Lebensqualität und Fröhlichkeit und Glück und Gesundheite und … : Ich steh an meinem Turbo-Mixer werfe drei entkernte Aprikosen rein, eine Scheibe Ananas, gieße ein Becherchen Wasser an und gebe zwei große Hände voll frischen Salat (von Christina selbst im Krautgarten gezogen) dazu. Dann drück ich den Schalter runter. 30 Sekunden – und fertig ist mein grüner Smoothy. Da gebe ich dann noch 1 EL von meiner Omega-3-Medizin dazu (Mischung aus Arganöl, Leinöl, Walnussöl, Hanföl), noch mal kurz aufmixen. Fertig. Kostet keine fünf Minuten. Und von dem leckeren Greeny, trinke ich ein Glas.

Und nun begrüße ich die Sonne. Mein Yoga bringt mich auch in nur 20 Minuten zum Schwitzen. Und die Muskeln zum Zittern. Und die Endorphine zum Tanzen, wenn man mit dem Ausatmen noch ein paar Millimeter mehr Dehnung schafft … Das sind schon Momente, wo man auch ein klein bisschen flucht über die verkürzte Sitzermuskulatur … Nach dem Yoga haben die Muskeln ein optimales Zeitfenster um Eiweiß zu schlucken … Heute gab’s dann Buttermilch mit nem Löffel Erbseneiweiß.

In der Welt stand: Wohl dem, der täglich zur Arbeit radelt. Das ist xunt, günstig und sehr, sehr effektiv. Leider nutzen nur 17 Prozent den Fitness-Esel auf dem Weg in den Job. Ich überleg gerade, wie ich die Statistik verbessern könnte. Unmöglich. Mit meinem fetten Retrorad komm ich niemals in den ersten Stock hoch …

bleibt xunt, bis bald Eure

Marion Grillparzer
 

 

 

Hypnose hilft wirklich

Heut’ hab ich Mal wieder einen spannenden Artikel über Hypnose im Spiegel online gelesen. Finde, da muss man ganz oft drüber schreiben, damit das endlich auch in die Köpfe der Menschen geht. Dass man da nicht ins willenlose Nichts weggleitet und manipuliert werden kann. Dass es eine Wahnsinnsmethode ist, die viel Leid spart in der Krebstherapie oder auf dem Zahnarztstuhl oder auch im ganz normalen Alltag..

Ich hab einen Freund, den Andreas Heilmeier (nomen est omen :) ) und der arbeitet mit Hypnose. Das macht der super. Der hilft Rauchern mit dem Rauchen aufzuhören. Abnehmern hilft er beim Abnehmen. Und wer Panik hat, der lässt hypnosetechnisch einen starken Tiger in sich wachsen … Also ich finde das einfach sehr, sehr gut.

Kürzlich bin ich in eine kleine private Hypnose-Show geraten.  Da hat die Hypnose-Therapeutin gesagt, ich können meinen Namen nicht mehr sagen. “Ja, hab ich gesagt, das könne sie gleich Mal vergessen, weil ich auf so was nicht reinfalle. So einen Schmarrn.” Ich stand blitzhypnotisiert da und … . Nun, das Ergebnis ist jetzt eher nicht wichtig … Wichtig ist, dass ihr Mann Zahnarzt ist – und Hypnose ziemlich sinnvoll einsetzt.

Mit Hypnose kann man zaubern. Auch in der Medizin. Seit 2006 ist die Hypnotherapie wissenschaftlich anerkannt. Seit Jahrtausenden nutzen Menschen den beruhigenden und schmerzstillenden Effekt der Trance. Etwa achtzig Prozent der Menschen empfinden hypnotisiert kaum Schmerzen, zehn Prozent sind sogar schmerzfrei. Man kann sogar operieren, ohne den Nebenwirkungen der üblichen Narkosemittel.

Nein, man ist dem ganzen nicht willenlos ausgeliefert. Im Gegenteil: Es funktioniert nur, wenn man mitmacht, mitmachen will. Ich heiße …

Bleibt xunt,
bis bald Eure, na …
Marion Grillparzer

 

Die super-xunt-Beere

Erdbeeren kommen mir grad täglich in den Greeny. Und zwar 100 g Erdbeeren mit einem Apfel, einer halben Banane und einer Hand voll Chlorophyll in Form von Löwenzahn oder grünem Salat. Erdbeeren haben 90 Prozent Wasser im Bauch – und liefern nur 32 Kilokalorien pro 100 Gramm und mehr Vitamin C als eine Orange. Wegen ihres hohen Gehalts an Folsäure und Eisen setzt man sie seit Jahrhunderten gegen Blutarmut ein. Ihr hoher Kalzium-Gehalt schützt die Knochen vor Osteoporose, Kalium und Magnesium stärken das Herz. Zudem enthalten Erdbeeren Salicylsäure, die Gicht und Rheuma lindert. Phenolsäuren schützen vor Krebs und beugen Arteriosklerose vor. Der Pflanzenfarbstoff Kämpferol z.B. hemmt bestimmte Enzyme, die an der Entstehung von Krebs beteiligt sind.
Ellagsäure bindet krebserregende Schadstoffe, die aus der Umwelt in den Körper gelangen, und macht sie so unschädlich. Erdbeeren entwässern und entgiften. Sie kurbeln den Stoffwechsel an – und damit die Fettverbrennung. Sie fördern die Blutbildung, machen Kopf und Körper fit. Sie festigen zusammen mit Vitamin C das Bindegewebe, halten die Blutgefäße elastisch und sind ein wichtiger Schutz für Herz und Kreislauf.
Ach ja: Und ihre winzigen Kerne enthalten viel Zink für die Libido. Nun wissen Sie, warum es die bei mir zum Frühstück gibt.

Endlich hat die Sonne die Wolken vertrieben. Zeit für eine Ode an die Erdbeere. Im neuen Glyx-Letter morgen lesen Sie, warum uns Erdbeeren so glücklich machen, schlank und xunt halten, bekommen drei leckere Rezepte geschenkt und dazu einen kleinen Erdbeer-Knigge.

Bleibt xunt, herzlichst
Marion Grillparzer

Fast Food macht Heuschnupfen

Wer drei Mal die Woche Fast-Food isst, wird nicht nur depressiv sondern hat auch ein höheres Risiko allergisches Asthma, Heuschnupfen und Neurodermitis zu entwickeln. Wer viel Obst isst hat dagegen ein geringeres Risiko an einer dieser Allergien zu erkranken, so Forscher der Neuseeland-Universtiät of Auckland. Sie werteten Daten von fast 2 Mio Kindern und Jugendlichen aus über 100 Ländern aus. Schuld sind neben Weißmehl und Zucker vor allem die gefährlichen Transfettsäuren in Burgern, Pommes und Co.

Übrigens: Eine britische Studie zeigt gerade dass Eis in den Fast-Food-Läden stärker mit Keimen belastete ist als Toilettenspülwasser.

Bleibt xunt, herzlichst

Marion Grillparzer

Wochenend und Sonnenschein … :)

Ich wollte noch mal anbringen, so jetzt, kurz vor dem Wochenende, an dem es ja auch vielleicht regnet, wie wichtig priming ist.
Macht euch mit priming jeden Morgen einen schönen Tag. Das tun Fußballprofis ganz selbstverständlich. Arien Robben schoss in der Champignons-League in der letzten Minute das entscheidende Tor. Warum tat er das? Das verriet er dann im Interview: Alle haben mir gesagt, dass ich das entscheidende Tor schießen werde. Das nennt man priming. Das positive Anbahnen eines zukünftigen Ereignisses. Die Bestellung beim Universum. Oder gleich beim Unterbewusstsein. Also mein Wochenende wird dank meines positiv eingestimmten Unterbewusstseins wunderbar. Leicht. Fröhlich. Und den Sonnenschein schickt mir dann das Universum dazu. Und euch allen auch.
Bleibt xunt, bis bald
Marion Grillparzer

Können Übergewichtige abnehmen? Sollen Übergewichtige abnehmen?

Also ich habe mich nach den ersten fünf Minuten schon recht wohl gefühlt in der ersten Talkshow meines Lebens gestern morgen im SWR. Bettina Böttinger moderierte den West-Art-Talk „Vollweib und Pfundskerl. Schluss mit den Diäten“ wunderbar. Obgleich freilich so viel Meinungen wie Menschen in der Runde saßen … Dr. Gunter Frank zum Beispiel meint: Man solle Kinder mit Pommes füttern, das wäre besser als Pellkartoffeln. Es gibt keine Diät, die langfristig schlank macht. Diäten und gesundes Essen mache die Menschen krank. Nun. Der Meinung bin ich freilich nicht …

In so einer Diskussion wird ja längst nicht all das gesagt, was einem auf dem Herzen liegt. Deswegen hier noch mal ganz komprimiert meine Meinung (!). Ein Konklomerat aus 30 Jahren (Erfahrungs)Wissen, Beschäftigung mit der Wissenschaft und dem Mensch.

1. Muss jeder der Übergewicht hat abnehmen? Nein, natürlich nicht. Die Frage ist: Wie sehr leide ich drunter. Übergewicht ist kein BMI, keine Kilos, keine Zentimeter, keine Zahl, sondern der Leidensdruck auf der Waage. Weine ich morgens beim Aufstehen, weil mir die Füße so weh tun, habe ich Angst vor dem Dialyseapparat oder dem Herzinfarkt. Tun mir die Gelenke weh. Muss ich eine Apnoe-Maske tragen. Macht mir Sodbrennen das Leben schwer. Haben meine Stoffwechseltabletten Nebenwirkungen, die mir Lebensqualität rauben, mich impotent machen? Komm’ ich schwer schnaufend kaum drei Stufen hoch. Oder: Fühle ich mich in meinem Körper einfach nicht mehr wohl. Wer leidet muss nicht abnehmen, sondern will. Oder er beendet das Leiden mit einer Hand voll Pillen.

2. Übergewicht – nur Schicksal? Übergewicht hat man ja nicht einfach, das entsteht im Laufe des Lebens. Manchmal ist das Kind schon dick. Und oft legen wir so ab 25 Jahresring für Jahresring zu. Urlaub für Urlaub. Weil wir keine Hungersnöte mehr haben. Weil wir uns nicht bewegen. Weil wir zu viel vom falschen essen. Weil Junk-Food süchtig macht (mit der Dopamin-Sucht-Kombi: 40 Prozent Fett und 60 Prozent Kohlenhydraten). Weil wir zu viel Stress haben. Und das Stresshormon Cortisol den Süßhunger verdreifacht. Weil jeder was anderes erzählt, wir verunsichert sind. Weil das, was uns gesund hält, nämlich die Muskeln, verschwinden. Und wir lagern Fett ein. Und heute haben wir – das zeigen neueste Studien,  als 40-jährige die Fett- und Zuckerwerte, wie vor 20 Jahren als 55 Jährige.

Diese Jahresringe sollte man vielleicht nicht so anlegen, wenn man lange und gleichzeitig gesund leben will. Funktioniert mit genussvollem immer mal wieder auch gesunden Essen – und einer anständigen Dosis Bewegung, die Spaß macht.

Wir können auch unseren Kindern präventiv schon ein wenig Ess-&Genuss-Erziehung angedeihen lassen. Mit echten Erdbeeren im Naturjoghurt, statt Zedernholzaromastoff-Erdbeeren im Zwergenfutter. Und vielleicht auch ohne die 44 Würfelzucker in der Flasche Ketchup.

3. Für immer dick – ein Werk der Gene? Jein. Wir kennen bislang etwa 200 Gene, die den Energiestoffwechsel regeln, das Hungergefühl, den Appetit, die Lust auf Bewegung … Wie viel dieser Gene dirigieren uns in Richtung Zunehmen? Eines, zwei, 10 oder alle? Wenn viele oder gar alle, dann tun wir uns wahrlich sehr, sehr schwer. Darum sollte sich jeder selbst überlegen, was ihm gut tut: Ich finde es toll, wenn man zu sich steht und sagt: Ich bleib rund, fit und gesund. Und natürlich ist auch das zu verstehen, wenn jemand sagt: Der Weg ist das Ziel. Und ich will für mich einen Weg finden, der mir auch ein paar Größen kleiner möglich macht. Das Wollen ist wichtig. Das zu sich stehen ist wichtig. Wer gegen sich kämpft, seinen Körper kämpft, hat schon verloren.

4. Aber die Gene sind nicht alles. Freilich kann man gegen seine Grundform nicht an-leben. Vollweib sollte ganz einfach Vollweib bleiben. Aber es gibt den Pykniker mit 80 Kilo oder mit 120 Kilo. Und zweiteres birgt halt schon gesundheitliche Risiken. Die Epigenetik zeigt: Wir können mit unserem Lebensstil Gene an- und ausknipsen. Da sind so Methylgruppen an Gen-Rezeptoren, die können wegradiert werden. Wie das der Grüne Tee tut, an den Rezeptoren älterer Menschen und so ein Krebsschutzgen aktiviert (eines!!!!!!! auch hier haben wir viele!!!). Oder wie das 5 Fettsäuren im Gelee-Royal tun, an dem Gen, das eine Biene zur Königin macht. Das Fruchtbarkeitsgen.

Wir sind nicht Opfer unserer Gene, sondern können durch unsere Lebensweise, neudeutsch: unseren Lebensstil viel ändern – wenn wir das wollen. Nicht immer! Aber schon oft. Das zeigen auch Zwillingsstudien.

5. Der Weg ist das Ziel. Diät kommt von Lebensweise. Und die steht auf vier Beinen: gesundes Essen, wohl dosierte Bewegung, Entspannung – und Körperwahrnehmung. Wir dürfen also ein Leben lang unserem Körper was Gutes tun. Und wenn wir das tun, sagt auch der Kopf und die Seele: Danke! Wir sollten halt einfach mal damit anfangen, und kleine Veränderungen einbauen, gucken, ausprobieren, ob uns das gut tut. Und wenn es uns gut tut, dann zieht das wie von selbst in unser Leben ein. Kleine Dinge wären: Erst mal nur 10 Minuten morgens auf dem Mini-Trampolin. Ein Schrittzähler, der uns zu 2000 Schritten mehr am Tag motiviert. Einfach dadurch, dass wir ihn tragen. Die 123-Formel. Kombiniert man Beilage : Eiweißlieferant : Gemüse in einfacher, doppelter, dreifacher Menge, kann man gar nicht zunehmen. Und: Kein Nährstoff ist verboten. Man darf alles clever genießen. So lange die Natur 70 Prozent liefert und die Fließbänder der Industrie nicht mehr als 30 Prozent, kann man nix falsch machen. Der Körper ist gutmütig! Natürlich muss man auf ihn hören. Wann ist er satt? Was tut ihm nicht gut?

Rückfälle einfach aushalten. Immer wieder fällt man zurück in eine Gewohnheit, sei es das einzelne Croissant, sei es das Schlamperwochenende, sei es ein Superstress-Monat. Das ist angesichts der nächsten Mahlzeit, der nächsten Woche, des restlichen Lebens alles andere als eine Katastrophe. Der Weg ist das Ziel.

7. Es gibt nicht eine Diät für alle. Das, wie ich leben möchte, muss auf mich maßgeschneidert sein. Und das kann ich nur selbst. Nur ich. Ich brauche dafür Wissen. Und ich brauche dafür Werkzeuge. Und das ist das, was ich weiter gebe. Wissen über unseren Körper, wie er sich verhält, durch das, was auf dem Teller liegt. Über unsere Seele, unser Gehirn, die uns zum Essen zwingen.

Ungesund essen macht Entzündungen im Körper, macht Depressionen, macht träge. Und all das macht dick. So. Wenn man die Zusammenhänge erkennt, dann kann man ja mal probieren, ob einem nicht auch was schmeckt, was uns gesund macht, glücklich macht, fit macht. Genug Eiweiß, genug essentielle Fette, mehr natürliche Kohlenhydrate als Industriestoff, viel, viel Gemüse – in allen Formen. Ideal auch im Greeny morgens. Und dafür gibt es in meinen Büchern das Baukastensystem, Tabellen, Ampeln, Restauranttipps, Regeln, die man brechen darf … und daraus kann man sich was maßgeschneidertes basteln. Die „Diät“, die ins eigene Leben passt. Man kann einfach nur gesund essen – oder mit 500 kcal weniger Fastfood oder Softdrinks pro Tag und 500 kcal mehr Bewegung die Spaß macht in der Woche ein Kilo abnehmen. Und nun kann man alles was jemals über Kalorien gesagt worden ist vergessen – und so ein Leser „sich lustvoll und üppig, gesund dünn essen.“ Wenn man will. Wie man will. So lange man will …

Wissen. Spüren. Tun. Heißt die Grundlage für Verändern. Dazu braucht es vielleicht noch ein wenig Neugierde. Und schon kann man gaaanz laaaaaangsaaaaamm in eine neues Leben reinstiefeln.

Bleibt xunt, bis bald, herzlichst
Marion Grillparzer

Resilienz-Zauber gegen Pech-Gene

Irgendwas hat bei mir gerade das Pechgen angeknipst. Ich erzähle das jetzt nicht alles … Gott-sei-Dank habe auch ich ein Gehirn, das mich nicht ständig mit Sorgen vergiftet. Sondern mitunter meisterhaft verdrängt – dann wenn’s zu viel wird. Heute hab’ ich dann zu allem eh schon Üblen noch eine Maschine Wäsche Rosa gefärbt. Mit meiner lindgrünen Lieblingshose, meinem hellgrauen Lieblingsjäckchen … Den roten Socken hab ich nicht mal gefunden. Wolf hat gesagt: „Komm. Jetzt weine einfach mal alles so richtig raus!“

Ich bin dann lieber ins Reformhaus gegangen, fest entschlossen an meiner Resilenz zu arbeiten – und zwar mit Hilfe der Epigenetik.

Auf Deutsch? Resilenz ist unsere Fähigkeit uns nach einer stressigen Belastung schnell wieder zu regenerieren. Da gibt es Flummis – die sind nach Aufprall gleich wieder rund. Und das wäre so das Ziel. Nun: Die Epigenetik sagt, die Resilienz liegt zwar in der Liege. Aber das sagt gar nix aus. Denn man kann seine Gene auch ändern. Anknipsen und Ausknipsen. Mehr Resilienz bekommen. Auch in späten Jahren. Und zwar durch Zuwendung von Freunden, durch andere um Hilfe bitten, durch xunte Bewegung und freilich: gutes Essen.

Darum bin ich gestern ins Reformhaus und hab mal wieder Öl getankt für ein Resilienz-her-Zaubermittel, für mehr Energie, mehr Glück im Kopf. Je eine kleine Flasche Arganöl, Walnussöl, Olivenöl und Leinöl. Das mix ich mir in eine große Flasche. Davon kommen täglich 2 EL in meinen Quark. Das ist Medizin pur – bringt mit seinen Omga-3s und dem Tryptophan Glück in den Kopf und Gesundheit in jede Körperzelle.

Bleibt xunt, bis bald Eure

Marion Grillparzer

Mein Garten ist dein Garten

Letztens saß ich im Wartezimmer beim Zahnarzt, da pinnte ein Zettel an der Wand: Wer teilt mit mir seinen Garten? Ich, Ines (38) wohne in einer 3-Zimmerwohnung ohne Balkon und würde meinen Salat und mein Gemüse gerne selbst anbauen. Zuerst dache ich, na die kann lange suchen. Dann gefiel mir die Idee, dass Menschen Dinge miteinander teilen, die sie selbst nicht nutzen. Denn mal ehrlich: Platz wäre in unserem Garten schon für ein kleines Gemüsebeet ….
Heute las ich in der Zeitung, dass Ines voll im Trend liegt. Der heißt “Shareconomy” (share: teilen, economy: Wirtschaft). Gemeinschaftlicher Konsum statt Besitzdenken ist angesagt, so einfach funktioniert mehr Nachhaltigkeit im Alltag. Im Internet ist die Idee längst angekommen. Statt uns Dinge wie Bücher, Kleidung und Werkzeug zu kaufen, können wir mit wildfremden Menschen online alles Mögliche teilen oder tauschen. Klamotten im virtuellen second hand anzubieten, ist da eher ein oller Hut. Couchsurfing statt Hotel, gefällt mir schon eher, und ganz neu ist komunu.de. Dort treffen sich Menschen, die miteinander verreisen, die Unterkunft teilen oder tauschen möchten. Was es noch gibt: Auf leihdirwas.de kann man von der Angel bis zum Zylinder etwas gegen eine kleine Gebühr zum Leihen anbieten oder ausleihen. Nicht nur sympathisch, sondern konsequent umweltschonend ist der Service von car2go.com. Der Autohersteller Daimler bietet in Berlin, Hamburg, Köln und Düsseldorf blau-weiße Smarts an, die man sich für 29 Cent pro Minute leihen kann. Und wem ein Smart zu klein ist, mietet bei cambio-carsharing.de einen Van oder Kombi.
Überflüssig finde ich allerdings die Plattform foodsharing.de. Dort stellt man Lebensmittel ein, die man sonst wegwerfen würde. Wer interessiert ist, nimmt Kontakt auf und holt sich die Nahrungsmittel ab. Wie umständlich! Ich rufe lieber meine Nachbarin an oder frage Freunde, ob sie zum Essen vorbei kommen, wenn die Nudelpfanne mal wieder zu groß geraten ist. Oder wenn dringend, so wie heue, vier Kilo Spargel weg müssen. Nur weil ich vor lauer Begeisterung über die schönen dicken Stangen mal wieder nicht genug kriegen konnte.

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